Andacht von Gemeindereferentin Bettina Fritz

(eingestellt am 20. März 2020)

Liebe Mitchristen in Kriftel und überall…


Bettina Fritz

Gemeindereferentin in der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul Hofheim-Kriftel

Wir durchleben gerade turbulente Zeiten. Die rasante Ausbreitung des Corona Virus, der vor ein paar Wochen noch weit weg in China für viel Leid gesorgt hat, ist mit aller Macht in Europa, Deutschland und auch bei uns in Kriftel angekommen. Um uns und vor allem diejenigen zu schützen, für die diese Krankheit mehr ist, als eben nur eine starke Grippe, sind wir angehalten zu Hause zu bleiben, unsere sozialen Kontakte weitesgehend einzustellen und so zu hoffen, dass die Ausbreitung eingedämmt, oder sogar gestoppt werden kann.

Das erste Mal überhaupt werden nirgendwo mehr öffentliche Gottesdienste gefeiert. Die Schulen sind geschlossen, Freizeitaktivitäten finden in der gewohnten Form nicht mehr statt. Kein Fitness-Studio, kein Chor, kein Sporttraining, ja sogar die Fußball Bundesliga macht Pause und die Europameisterschaft findet jetzt erst im nächsten Jahr statt. Wir leben seit 70 Jahren in Frieden und Freiheit. Wir sind Einschränkungen in unsere Lebensqualität einfach nicht gewohnt.

Das letzte Mal, dass es etwas Ähnliches, wenn auch weit weniger Gravierendes gab, war nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl. Auch damals wurden Sport- und Spielplätze geschlossen, manche Lebensmittel verschwanden aus den Regalen, weil sie radioaktiv verseucht und somit ungenießbar wurden. Damals wie heute haben die Menschen Angst. Wie kann uns unser Glaube an Gott uns seine Liebe zu uns Menschen helfen, in diesen Zeiten den Mut nicht zu verlieren? Mir fällt dazu ein bekannter Gesang aus Taizé ein:

 


„Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht.
Christus meine Zuversicht, auf Dich vertrau ich und fürcht mich nicht!“


Darauf dürfen wir hoffen, dass trotz allem Unwägbaren und Gefährlichen gilt, dass Gott, der Herr der Welt, dass Jesus Christus stärker ist, dass er es trotz allem gut mit uns und seiner Welt meint. Als Christinnen und Christen dürfen wir uns der uneingeschränkten Liebe Gottes zu uns Menschen sicher sein. Diese Liebe ist stärker als jede Krankheit und sogar stärker als der Tod. Paulus drückt das im 2. Timotheusbrief so aus:


Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben,
sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit
.“
(Einheitsübersetzung 2 Tim 1,7)

Diesen Geist heilsam in sich zu spüren, das wünsche ich Ihnen und uns allen – nicht nur für die nächsten Tage, Wochen, ja vielleicht Monate, sondern auch darüber hinaus, wenn der Alltag uns wieder fest im Griff hat.

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!

Ihre Gemeindereferentin
Bettina Fritz


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